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Förderkredit · KfW-Programm 067

KfW-Startgeld: So sicherst du dir bis zu 200.000 € Förderkredit für deine Gründung

Das KfW-Startgeld ist das wichtigste Förderprogramm für Existenzgründer in Deutschland – und gleichzeitig das einzige, das bis zu 200.000 € völlig ohne Eigenkapital ermöglicht. Klingt nach dem perfekten Türöffner für deine Selbstständigkeit? Ist es auch – wenn du weißt, wie du den Antrag richtig stellst.

Denn das Problem liegt selten am Programm selbst, sondern am Weg dorthin: an einem unvollständigen Businessplan, an der falschen Hausbank oder an formalen Stolperfallen, die du mit der richtigen Vorbereitung leicht umgehen kannst.

  • AZAV-zertifizierter Bildungsträger
  • Bundesweit, online oder vor Ort
  • Über AVGS oft zu 100 % gefördert

KfW-Startgeld auf einen Blick

Programm
ERP-Gründerkredit StartGeld (KfW Nr. 067)
Höchstbetrag
bis 200.000 € – davon max. 80.000 € Betriebsmittel
Eigenkapital
nicht erforderlich
Zinssatz
ab 4,40 % p.a. (Stand Mai 2026)
Laufzeit
bis 10 Jahre, davon bis zu 2 tilgungsfreie Jahre
Haftungsfreistellung
80 % der Hausbank
Zielgruppe
Gründer und Unternehmen bis 5 Jahre nach Gründung
Antragsweg
über die Hausbank – nie direkt bei der KfW
Nebenberuflich
möglich, wenn der Übergang in Vollzeit geplant ist
Beratung
über AVGS häufig zu 100 % gefördert

Inhaltsverzeichnis

Was ist das KfW-Startgeld?

Das KfW-Startgeld ist ein zinsvergünstigter Förderkredit der KfW Bankengruppe – der bundeseigenen Förderbank Deutschlands. Es richtet sich speziell an Existenzgründer und junge Unternehmen, die in den ersten fünf Jahren nach der Gründung investieren oder Betriebsmittel finanzieren wollen.

Der offizielle Programmname lautet ERP-Gründerkredit StartGeld (KfW-Programmnummer 067). „ERP“ steht für das European Recovery Programme – ein Sondervermögen des Bundes, das aus den Marshallplan-Geldern der Nachkriegszeit hervorgegangen ist und bis heute zur Wirtschaftsförderung eingesetzt wird.

Das Besondere am KfW-Startgeld sind drei Eigenschaften, die kein anderes Förderprogramm in dieser Kombination bietet:

  • Bis zu 200.000 €

    Genug für die meisten Gründungen – vom Café bis zur Handwerksfirma.

  • Kein Eigenkapital nötig

    Der gesamte Kredit kann zu 100 % ausgezahlt werden.

  • 80 % Haftungsfreistellung

    Die KfW übernimmt das Risiko, deine Hausbank bleibt nur zu 20 % im Spiel.

Genau diese Kombination ist der Grund, warum das KfW-Startgeld für viele Gründer der Schlüssel zur Finanzierung ist. Mehr Hintergrund zum gesamten Finanzierungsbaukasten findest du auf Finanzierung für Existenzgründer.

Wer kann das KfW-Startgeld beantragen?

Die KfW hat klare Anforderungen – die meisten davon erfüllst du als seriöser Gründer automatisch.

Die Grundvoraussetzungen

Auch nebenberuflich möglich

Eine oft übersehene Tatsache: Das KfW-Startgeld kannst du auch für eine nebenberufliche Selbstständigkeit nutzen – vorausgesetzt, du planst mittelfristig den Übergang in die Vollzeit-Selbstständigkeit. Das eröffnet einen sehr gangbaren Weg: Du gründest erst nebenberuflich, baust den Kundenstamm auf, sicherst die Finanzierung über das Startgeld – und kündigst erst, wenn das Unternehmen trägt.

Wer es nicht bekommt

ExpertentippAuch bei kleineren SCHUFA-Einträgen lohnt sich der Versuch. Erledigte Negativmerkmale, alte Mahnverfahren oder einmalige Vorfälle sind oft kein Knock-out – entscheidend ist, wie du den Vorgang im Bankgespräch erklärst. Starthilfe weiß, was an dieser Stelle hilft und was schadet.

Was wird gefördert – und was nicht?

Das KfW-Startgeld ist bewusst flexibel angelegt. Du kannst es für nahezu alle Investitionen einsetzen, die direkt mit dem Aufbau deines Unternehmens zu tun haben.

Was du finanzieren kannst

Was nicht förderfähig ist

ExpertentippInvestitionen, die du vor der KfW-Antragstellung selbst bezahlt hast, sind in der Regel nicht mehr förderfähig. Plane den Antrag deshalb immer vor der ersten Anschaffung – sonst verschenkst du Förderfähigkeit. Das ist einer der häufigsten Fehler, die Gründer machen.

Die Konditionen im Detail

Das KfW-Startgeld punktet vor allem durch die Kombination günstiger Konditionen. Hier die wichtigsten Werte (Stand Mai 2026):

KonditionWert
Maximale Kreditsumme200.000 € (davon max. 80.000 € für Betriebsmittel)
Mindestkreditsummekeine fest definiert – in der Praxis ab ca. 5.000 €
Effektivzinssatzab 4,40 % p.a.
Laufzeit (kurz)bis 5 Jahre – davon bis 1 Jahr tilgungsfrei
Laufzeit (lang)bis 10 Jahre – davon bis 2 Jahre tilgungsfrei
Haftungsfreistellung80 % für die Hausbank
Auszahlung100 % des Kreditbetrags (keine Bearbeitungsgebühr der KfW)
Sondertilgunggrundsätzlich kostenpflichtig – Vorfälligkeitsentschädigung möglich
Der Zinssatz wird am Tag der Zusage festgelegt und ist dann für die gesamte Laufzeit fest. Die jeweils geltenden Maximalzinssätze veröffentlicht die KfW in ihrer Konditionenübersicht.

Warum tilgungsfreie Jahre den Unterschied machen

In den ersten 1–2 Jahren zahlst du ausschließlich die Zinsen, keine Tilgung. Bei einem 150.000-€-Kredit bedeutet das eine Cashflow-Erleichterung von rund 1.500 € pro Monat – Geld, das du in der entscheidenden Anlaufphase ins Unternehmen stecken kannst statt in die Tilgung.

Wachsende Pflanzen als Symbol für Fördermittel und Unternehmenswachstum
ExpertentippWähle bei einem Förderkredit immer die längere Laufzeit mit 2 tilgungsfreien Jahren – auch wenn du theoretisch schneller zurückzahlen könntest. Du hast jederzeit die Option, mit Eigenmitteln freiwillig schneller zu tilgen. Aber die längere Laufzeit gibt dir den Sicherheitspuffer, falls die ersten Jahre schwächer laufen als geplant.

KfW-Startgeld, ERP-Gründerkredit oder Bürgschaftsbank?

Die KfW bietet mehrere Gründerprogramme – die beiden wichtigsten sind das Startgeld (067) und der ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge. Ergänzend kommen die regionalen Bürgschaftsbanken ins Spiel, sobald keine ausreichenden Sicherheiten vorhanden sind oder das Volumen über die Startgeld-Grenze hinausgeht.

KriteriumKfW-Startgeld (067)ERP-GründerkreditBürgschaftsbank
Maximale Höhe200.000 €500.000 €deutlich über 2 Mio. € möglich
Eigenkapitalnicht nötigca. 10–20 %in der Praxis mind. 10 %
Haftungsfreistellung80 %50 %50–80 % Bürgschaftsquote
Zinsab 4,40 % p.a.risikoabhängig, höher als StartgeldHausbankzins zzgl. ca. 1,5 % Bürgschaftsgebühr
Laufzeitbis 10 Jahrebis 15 Jahreorientiert sich am Bankkredit
Persönliche Haftungbegrenztin der Regel erforderlichregelmäßig erforderlich
Geeignet fürStandardgründungen bis 200.000 €Kapitalintensive Vorhaben, NachfolgeGrößere Vorhaben oder fehlende Sicherheiten

Klare Faustregel

  • Bis 200.000 € Kapitalbedarf → fast immer KfW-Startgeld
  • Über 200.000 € → ERP-Gründerkredit oder Kombination mit Bürgschaftsbank
  • Wenig Eigenkapital → KfW-Startgeld ist die einzige realistische Option
  • Firmenkauf → ERP-Gründerkredit, eventuell plus Bürgschaft
  • Über 500.000 € oder fehlende Sicherheiten → Bürgschaftsbank dazuholen

Mehr Details zum größeren ERP-Programm findest du auf ERP-Gründerkredit.

Bürgschaftsbank als ergänzender Weg

Regionale Bürgschaftsbanken (eine pro Bundesland) springen genau dort ein, wo das KfW-Startgeld nicht mehr reicht – bei größeren Vorhaben oder bei fehlenden Sicherheiten. Sie verbürgen sich gegenüber deiner Hausbank und ermöglichen so Kredite, die der freie Markt sonst nicht finanzieren würde.

WichtigZins und Bürgschaftsgebühr (in der Regel rund 1,5 %) können den Kredit wesentlich teurer machen als ein KfW-Produkt. Aber bei größeren Vorhaben oder fehlenden Sicherheiten hat der Gründer hier oft keine Wahl – und die Bürgschaftsbank ist der entscheidende Türöffner zur Hausbank-Zusage.

So beantragst du das KfW-Startgeld – Schritt für Schritt

Der Antragsprozess ist klar geregelt – du musst dich nur an die richtige Reihenfolge halten und das Hausbankprinzip verstehen: Du gehst nie direkt zur KfW, sondern immer über deine Hausbank, die den Antrag dann an die KfW weiterleitet.

  1. Finanzierungsstrategie festlegen

    Wie viel Geld brauchst du? Reicht das KfW-Startgeld allein, oder solltest du es mit Gründungszuschuss oder Bürgschaft kombinieren? Starthilfe analysiert das kostenlos im Erstgespräch.

  2. Businessplan und Finanzplan erstellen

    Die Pflichtgrundlage. Ohne überzeugenden Businessplan und realistischen Finanzplan über mindestens 3 Jahre scheitert jeder KfW-Antrag. Starthilfe übernimmt das für dich – bankentauglich und branchengerecht.

  3. Hausbank auswählen

    Nicht jede Bank ist gleich gründerfreundlich. Sparkassen und Volksbanken sind häufig aufgeschlossener als Großbanken. Wichtig: Die Bank muss das KfW-Durchleitgeschäft beherrschen – nicht jede Filiale ist darin fit.

  4. Digitale Einreichung

    Alle Unterlagen gehen elektronisch an die Hausbank. Ein klassischer Banktermin ist heute meist nicht mehr nötig – der gesamte Vorlauf läuft per Mail und Bankportal.

  5. Bankgespräch im finalen Verfahren

    Im finalen Antragsverfahren spricht die Hausbank in der Regel einmal persönlich oder per Video mit dir. Auf dieses Gespräch bereiten wir dich gezielt vor oder begleiten dich.

  6. Weiterleitung an die KfW

    Sagt die Hausbank ja, leitet sie deinen Antrag intern an die KfW weiter. Die KfW prüft und entscheidet – meist innerhalb von 2–4 Wochen.

  7. Auszahlung

    Nach Bewilligung wird der Kredit von der KfW über die Hausbank an dich ausgezahlt – meist als Einmalbetrag, auf Wunsch auch in Tranchen.

Welche Unterlagen brauchst du? Und wie lange dauert es?

Antragspaket KfW-Startgeld

Zwei Personen erstellen gemeinsam einen Businessplan

Realistische Zeitschiene vom Erstgespräch bis zur Auszahlung

PhaseDauer
Erstgespräch und Bedarfsanalyse1 Woche
Businessplan und Finanzplan erstellen2–4 Wochen
Hausbankauswahl und Einreichung1 Woche
Bearbeitung durch Hausbank2–4 Wochen
Bewilligung durch KfW2–4 Wochen
Auszahlungwenige Tage
Gesamt (realistisch)8–14 Wochen

Ohne professionelle Begleitung dauert der Prozess häufig 4–6 Monate – vor allem, weil Unterlagen nachgereicht oder Anträge überarbeitet werden müssen.

Typische Stolperfallen – und was du tun kannst, wenn die Bank ablehnt

KfW-Startgeld-Anträge scheitern selten am Programm selbst, sondern an wiederkehrenden Fehlern:

Plan B, wenn deine Hausbank ablehnt

  • Zweite Bank ansprechen

    Die KfW-Konditionen sind gleich – aber die Risikobereitschaft der Hausbank entscheidet.

  • Businessplan überarbeiten

    Gezielt auf die Kritikpunkte der ersten Bank reagieren.

  • Bürgschaftsbank dazuholen

    Zusätzliche Absicherung kann eine zögerliche Hausbank umstimmen.

  • Programm wechseln

    Falls das Startgeld nicht klappt, kommt eventuell ERP oder eine Kombination infrage.

Eine Ablehnung ist kein endgültiges Nein. Starthilfe analysiert nach einer Absage gemeinsam mit dir die Gründe und stellt den Antrag neu auf – bei der richtigen Bank, mit überarbeiteten Argumenten.

Was passiert, wenn du den Kredit nicht zurückzahlen kannst?

Eine ehrliche Frage, die viele Gründer beschäftigt – und die kaum eine andere Seite beantwortet.

Was nicht passiert: Die KfW kommt nicht direkt auf dich zu. Das KfW-Startgeld läuft formal über deine Hausbank – sie ist deine Vertragspartnerin.

ExpertentippWer in finanzielle Schieflage gerät, sollte sofort professionelle Unterstützung holen – am besten über eine BAFA-geförderte Krisenberatung. Je früher du reagierst, desto mehr Handlungsspielraum bleibt. Schweigen ist die schlechteste Option.

So unterstützt dich Starthilfe – Beratung oft zu 100 % gefördert

Wir sind dein erfahrener Begleiter durch den gesamten KfW-Antragsprozess. Als AZAV-zertifizierter Bildungsträger arbeiten wir bundesweit – vor Ort, online oder hybrid.

  • Bedarfsanalyse

    Ist das KfW-Startgeld für dich das richtige Programm? Oder eine Kombination?

  • Businessplan & Finanzplan

    Bankentauglich, branchengerecht, in 2–4 Wochen einsatzbereit.

  • Hausbankauswahl

    Wir kennen die KfW-erfahrenen Banken in deiner Region.

  • Antragspaket

    Komplett zusammengestellt und digital eingereicht.

  • Bankgespräch

    Vorbereitung oder Begleitung im finalen Verfahren.

  • Plan B

    Falls die erste Bank ablehnt – wir bauen den Antrag neu auf.

Gründerberatung im Coaching-Gespräch zur Existenzgründung

Der entscheidende Punkt: Über das AVGS-Gründercoaching kann die gesamte Beratung zu 100 % gefördert werden. Wenn du arbeitssuchend bist oder einen entsprechenden Anspruch hast, übernimmt die Arbeitsagentur die Kosten. Du zahlst keinen Euro für unsere Begleitung.

Das sagen unsere Kundinnen und Kunden

Zwei Gründerinnen, die wir von der ersten Idee bis zur bewilligten Förderung begleitet haben. Ihre vollständigen Gründungsgeschichten stehen in unseren Referenzen.

Du weißt schon, womit du dich selbstständig machen möchtest?

Dann lohnt sich ein Blick in unsere Branchenübersicht. Dort findest du Tipps zu typischen Investitionssummen, branchenspezifischen Risiken und besonderen KfW-Anforderungen in deinem Bereich.

Häufige Fragen

Die häufigsten Fragen rund um das KfW-Startgeld – kurz und direkt beantwortet.

Existenzgründer, Freiberufler und Unternehmen in den ersten 5 Jahren nach Gründung, sofern sie in Deutschland tätig sind und über fachliche Qualifikationen verfügen. Auch nebenberufliche Gründungen sind förderfähig, sofern ein Übergang in die Vollzeit geplant ist.

Immer über deine Hausbank – niemals direkt bei der KfW. Das nennt sich Hausbankprinzip. Deine Hausbank prüft den Antrag, leitet ihn an die KfW weiter und zahlt nach Bewilligung den Kredit aus.

Nein. Das KfW-Startgeld ist eines der wenigen Förderprogramme, das vollständig ohne Eigenkapital genehmigt werden kann – bis zu 200.000 €. Mehr Details findest du auf der Seite Existenzgründerkredit ohne Eigenkapital.

Aktuell ab 4,40 % p.a. (Stand Mai 2026). Der exakte Zinssatz hängt von Laufzeit, Bonität und Hausbankzuschlag ab und wird am Tag der Zusage festgelegt. Im Vergleich zu klassischen Bankkrediten liegt der Zinssatz deutlich günstiger.

Vom Erstgespräch bis zur Auszahlung sind 8–14 Wochen realistisch. Ohne professionelle Begleitung dauert es häufig 4–6 Monate.

Das Startgeld geht bis 200.000 € mit 80 % Haftungsfreistellung und ohne Eigenkapital. Der ERP-Förderkredit Gründung und Nachfolge geht bis 500.000 €, aber nur mit 50 % Haftungsfreistellung und meist mit Eigenkapital. Für die meisten Gründer ist das Startgeld die erste Wahl.

Ja – sofern ein mittelfristiger Übergang in die Vollzeit-Selbstständigkeit geplant ist. Das ist ein bewährter Weg: nebenberuflich starten, Kundenstamm aufbauen, dann Vollzeit gehen.

Eine Absage ist kein endgültiges Aus. Starthilfe analysiert die Gründe, überarbeitet den Antrag und geht zur nächsten Bank – oder kombiniert mit einer Bürgschaftsbank. In den meisten Fällen klappt es im zweiten Anlauf.

Dein nächster Schritt

Dein nächster Schritt zum KfW-Startgeld

Du musst dich nicht durch den KfW-Antrag alleine kämpfen. Starthilfe kennt jeden Schritt, weiß, welche Hausbank in deiner Region am besten zu Gründern passt, und übernimmt für dich die Erstellung aller Unterlagen – vom Businessplan bis zum fertigen Antrag.

Vereinbare jetzt dein kostenloses Erstgespräch und finde in 30 Minuten heraus, ob das KfW-Startgeld für dich das richtige Programm ist – und wie viel du realistisch beantragen kannst.