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Zeitarbeitsfirma gründen

Zeitarbeitsfirmen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Viele Menschen wenden sich bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle an eine Personalvermittlung. Diese übernehmen die Suche und fungieren somit als Bindeglied zwischen Unternehmen und Arbeitsuchenden. Für Unternehmen ist die Zusammenarbeit mit Zeitarbeitsfirmen ebenfalls von Vorteil. Sie können durch den Einsatz von Leiharbeitskräften flexibel auf unterschiedliche Auftragslagen reagieren und Intervalle mit hohen Auslastungen besser bewältigen. Die Gründung einer Leiharbeitsfirma stellt somit eine lukrative Verdienstmöglichkeit dar. Was du alles bei der Gründung beachten musst und welche Voraussetzungen du dafür benötigst erfährst du in diesem Beitrag.

Gründungsvoraussetzungen 

Für die Gründung einer Leiharbeitsfirma benötigst du zwingend eine Zulassung bzw. eine Erlaubnis der Bundesagentur für Arbeit. Ohne diese darfst du keine Zeitarbeitsfirma betreiben. Für die Erteilung der Erlaubnis sind die Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit Kiel, Nürnberg und Düsseldorf zuständig.Welche Behörde für dich zuständig ist, erfährst du unter

https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/personalfragen/arbeitnehmerueberlassung

Arbeitnehmerüberlassung bei der Behörde beantragen

Um die Erlaubnis bei der entsprechenden Behörde beantragen zu können benötigst du verschiedene Dokumente und Nachweise:

  • Angaben zur natürlichen und juristischen Person
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • Polizeiliches Führungszeugnis
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister
  • Gewerbeanmeldung
  • Handelsregistereintrag
  • Gesellschaftervertrag
  • Bescheinigung der Berufsgenossenschaft
  • Bescheinigung der Krankenkassen
  • Bonitätsnachweis und Liquiditätsnachweis
  • Muster eines Leiharbeitsvertrages
  •  Muster eines Überlassungsvertrages
  • Liste der Leiharbeitskräfte

Kosten für Beantragung und Gründung

Als erstes kommen natürlich die Gebühren für die Zulassung der Leiharbeitsfirma auf dich zu. Hier unterscheidet man zwischen befristeter und unbefristeter Zulassung. Die befristete Zulassung kostet 1000,- Euro und ist für ein Jahr gültig. Die unbefristete Erlaubnis kostet 2500,- Euro und ist 3 Jahre lang gültig. Des Weiteren benötigst du einen Liquiditätsnachweis von 2000,- Euro pro geplanter Leiharbeitskraft.

Weitere Kosten fallen zum Beispiel für den Notar, den Eintrag ins Handelsregister, für die Gewerbeanmeldung, für die Stammeinlage bei Gründung einer GmbH, sowie für Beratungen an. Neben diesen ganzen Punkten kommen auch noch weitere Kosten für Büroeinrichtung, Webseitenerstellung, Visitenkarten, Flyer, Internetauftritt und Marketing dazu.

Nicht zu vergessen sind dann noch die sogenannten laufenden Kosten für Büromiete, Gehälter, Versicherungen, Fahrzeuge, Telefon und Internet. Hier kommen viele Punkte zusammen, die ausschlaggebend für eine erfolgreiche Gründung und einen erfolgreichen Geschäftsverlauf sind. All diese Punkte stellst du am besten in einem Finanzplan zusammen. So vergisst du keine wesentlichen Dinge und hast immer einen guten Überblick über deine Investitionen und Kosten.

Finanzplanung 

Neben den bereits erwähnten Investitionen und laufenden Kosten gehören natürlich noch andere Punkte in den Finanzplan. Du solltest für diesen ebenso möglichst realistische Umsatzprognosen erarbeiten, um zu prüfen, wie rentabel dein Unternehmen sein wird. Hier ist es immer ratsam, sich professionelle Hilfe im Rahmen eines Gründercoachings zu holen. Im Rahmen eines Gründercoachings wird nicht nur das Geschäftskonzept in Form eines Businessplans gemeinsam erarbeitet, sondern es wird auch der Zahlenteil, also die gesamte Finanzplanung gemeinsam aufgestellt.

 

Personalvermittlung Gründen – Weitere Voraussetzungen

Für die Gründung und Führung einer Zeitarbeitsfirma benötigst du ebenfalls entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen in folgenden Bereichen:

  • Unternehmensführung
  • Buchhaltung
  • Büroorganisation
  • Vertrieb
  • Marketing
  • Personalwesen
  • Mitarbeiterführung
  • Vertragswesen

Sofern du nicht in allen Punkten Erfahrungen hast und diese Bereiche nicht selbst abdecken kannst, hast du selbstverständlich die Möglichkeit Teilbereiche an Angestellte abzugeben oder diese an andere Dienstleistungsunternehmen auszugliedern. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass du zu jeder Zeit Ansprechpartner für beide Seiten bist. Das heißt du bist das Bindeglied zwischen dem Unternehmen und der jeweiligen Leiharbeitskraft. Das bedeutet eine Menge an organisatorischen Aufgaben. Angefangen bei der vertraglichen Gestaltung, Gehaltsauszahlung, Urlaubsplanung und Bewilligung, Bearbeitung von Krankmeldungen und Beachtung der maximalen Verleihdauer. Hierfür solltest du dir von Anfang genügend Zeit bzw. entsprechendes Personal einplanen.

 

Damit die Gründung erfolgreich wird – Businessplan und Finanzplan aufstellen

Sobald du Fremdkapital für deine Gründung benötigst, musst du einen professionellen und wirtschaftlich tragfähigen Businessplan inklusive Finanzplan erstellen und vorzeigen können. Aber auch für dich selbst ist es hilfreich, dein Konzept schriftlich in Form eines Businessplans niederzuschreiben.

Dieser ist sozusagen eine strukturierte Zusammenfassung deiner Geschäftsidee und bildet das Herzstück deiner Selbstständigkeit. Durch das Ausarbeiten des Businessplans werden alle relevanten Bereiche erarbeitet und auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft. Aus einer Geschäftsidee wird somit ein handfestes Unternehmenskonzept.

Wahl der Rechtsform

Die Wahl der Rechtsform ist ausschlaggebend für Haftungsfragen und steuerliche Aspekte. Du kannst deine Leiharbeitsfirma zum Beispiel als GmbH oder UG gründen und somit die Haftung auf das Unternehmensvermögen beschränken. Hierbei musst du aber auch an die benötigte Stammeinlage für die GmbH Gründung denken. Bei einer Gründung als Personengesellschaft, wie zum Beispiel die GbR, haftest du jedoch neben dem Unternehmensvermögen auch mit deinem Privatvermögen. Du solltest die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen und erst dann eine Entscheidung treffen.

Standort

 Ob es sich lohnt eine Zeitarbeitsfirma zu eröffnen hängt zum Großteil auch von dem gewählten Standort ab. Hier ist zu prüfen, ob es am gewünschten Standort bzw. in der angestrebten Region auch genügend Arbeit gibt, sprich ein großes Arbeits- und Vermittlungspotenzial vorliegt. Ist die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch wird es sich für dich und deine Personalfirma lohnen. Du kannst deine Personalvermittlung jedoch auch bundesweit aufstellen und dich nicht an eine einzelne Region binden. Die Standortwahl hängt wiederum auch ganz stark mit dem Wettbewerb zusammen.

Wettbewerb

 Hier musst du im Vorfeld viel Recherche betreiben. Folgende Fragen solltest du dir stellen und im Vorfeld klären:

  • Wie viele Wettbewerber gibt es in der Region?
  • Welche Bereiche decken diese ab?
  • Gibt es Nischen, die deine Wettbewerber nicht abdecken?
  • Wo liegt das größte Potenzial für deine Vermittlungsagentur?

 

Zielgruppe – Die richtige Zielgruppe für deine Zeitarbeitsfirma

 Die Zielgruppendefinition spielt eine strategische Schlüsselrolle. Folgende Fragen solltest du dir stellen:

Wer soll meine Zielgruppe sein? Gibt es eine Nische, die vielleicht noch nicht bedient wird? Falls du eine Nische erkannt hast, könntest du dich z.B. mit deiner Zeitarbeitsfirma auf eine Branche spezialisieren. Wie du siehst, hängt die Zielgruppendefinition eng mit der Wettbewerbsanalyse und deren Ergebnisse zusammen.

Deine Zielgruppen sind auf der einen Seite die Unternehmen, an die du deine Leiharbeiter vermitteln möchtest und auf der anderen Seite stehen die Bewerber, welche du an die Unternehmen vermittelst. Um deine Zielgruppen in der Anfangsphase auf dich und deine neue Leiharbeitsfirma aufmerksam zu machen, ist ein ansprechender Werbeauftritt mit einer guten Marketingstrategie unabdingbar.

 

Marketing

 Bei der Gründung und dem weiteren Betrieb deiner Zeitarbeitsfirma sind deine Marketingaktivitäten auf zwei Zielgruppen ausgerichtet. Einmal sind es die Unternehmen, an die du deine Arbeitskräfte verleihen möchtest und auf der anderen Seite die Arbeitskräfte selbst. Beiden Zielgruppen solltest du dein Angebot möglichst ansprechend und vertrauensvoll unterbreiten, sowie die Vorteile einer Zusammenarbeit aufzeigen. Dies kannst du über verschiedene Marketingaktivitäten erreichen. Eine entsprechende Online-Präsenz wäre eine der Möglichkeiten um beide Zielgruppen zu erreichen. Wie du siehst, benötigst du von Anfang an eine solide Marketingstrategie die sowohl auf B2B, sowie auf B2C ausgerichtet ist. Ein entsprechendes Werbebudget solltest du bereits in deiner Finanzplanung einkalkuliert haben.

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